05 Januar 2006

Die Freunde meiner Freunde
Nein, sie müssen mir nicht gefallen, die Freunde meiner Freunde. Jeder darf ein paar bizarre, anderen unsympathische Menschen im Freundeskreis haben. Da bin ich tolerant. Schwer wird's allerdings, wenn diese Freunde meiner Freunde irgendwann immer zusammen mit meinen Freunden auftauchen. Besonders extrem natürlich im Falle von Angetrauten.
Erst unlängst musste ich diese Erfahrung wieder machen. Er ist ein langer, guter Freund von mir. Ihn mochte ich immer sehr, seine Freundinnen fand ich schon immer - naja - langweilig, anstrengend. Seit seiner Hochzeit hat sich das leider nicht verbessert. Die Frau meines Freundes ist gelinde gesagt zum auf den Mond schießen. Ja, man denkt sich "einen Abend werd ich's schon aushalten, so blöd kann sie ja gar nicht sein", doch bei jedem Treffen wird man eines Besseren belehrt.
Zitate:
"Also ich finde ja, wenn es um Kinderschänder geht, könnte man schon mal überlegen, die Todesstrafe in Deutschland wieder einzuführen." (Es ging um Strafe im juristischen Sinne)
"Die 75-Jährigen von heute wollen ja einfach nicht mehr sterben. Stopfen diese ganzen Medikamente in sich hinein, statt einfach mal los zu lassen. Früher hatte man die Medizin ja auch noch nicht, da sind die Menschen früher gestorben." (Es ging um die Zukunft der Pflegeversicherung)
"Gibt es hier ein Café wo nicht geraucht wird? Nein? Also ich geh dann halt so lange spazieren, wenn ihr hier noch was trinken wollt. Ist nicht schlimm. Ich kannn das nur gerade gar nicht ertragen, dass geraucht wird. Weißt du, ich bin schwanger..." (Bei der Erörterung des gesehenen Filmes und der Lokalität in der man noch was trinken könnte. Man fuhr dann übrigens ins traute Heim.)
Nein. Ich muss die Freunde meiner Freunde nicht mögen. Ich will sie einfach nur nie wieder ertragen müssen. Nie. Bitte.

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