24 Januar 2006


Literatur 1/06
Drachenläufer von Khaled Hosseini. Meine Mutter hatte es mir geschenkt und allerwärmstens ans Herz gelegt. Meine Schwester rief mich extra an, dass ich es lesen muss und mein Sogutwieschwager sagte, er hätte es bei der Hälfte erst mal zur Seite gelegt, weil es ihn so angegriffen habe. Ich war also in Zugzwang und äußerst skeptisch-neugierig.
Ab der Hälfte des Buches schwänzte ich einen ganzen Vormittag das Leben, nur um den Drachenläufer fertig lesen zu können, bis ich am Ende heulend am Küchentisch saß und das Buch zuklappte. Eine extrem rührende, schön zu lesende Geschichte zweier Freunde in Afghanistan. Die Lektüre führte - bizarrerweise im Gegensatz zu sämtlichen politischen Ereignissen - zum Hervorholen von Atlas und Lexikon. Oft wecken erst eigene Besuche im, oder intensive Geschichte aus einem Land mein Interesse.
Buch sehr zu empfehlen!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ganz deiner meinung und auch die deines tantenmannes.besonders schön fand ich die sprache, die mir bei schrifstellern aus dem orient immer wieder auffällt. aber woran das wohl liegt? kann mir mal jemand kompetenter das erklären? vielleicht hat jemand eine gute ide?.den letzten teil fand ich a weng zu viel der zufälle, aber sonst wärs auch nicht so rund geworden. besser als jeder film, jede doku oder jeder talk zum thema afghanistan.

http://diebuchstabenpolizei.blogspot.com/ hat gesagt…

na das mit der schönen sprache liegt doch mit sicherheit daran, dass das arabische an sich so blumig ist. Wenn man japanisch direkt übersetzt, hat man ja auch erst mal drei stunden grußformel, bevor irgendwas relevantes gesagt wird. Die Europärer sind eben etwas nüchterner, auch sprachlich, dafür kommen wir eben schneller auf den punkt. hat ja auch manchmal vorteile.
aber in der literatur ist blumig natürlich schon schöner.